Montag, 24. November 2014

Ein Blick in den Abgrund

Heute: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!


Zitat der Woche

"Die Kommunistische Partei hat vor keiner Kritik Angst, weil wir Marxisten sind, weil die Wahrheit auf unserer Seite ist und die Hauptmasse - die Arbeiter und Bauer - zu uns stehen."
- Mao Tsetung; Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung, Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas über Propagandaarbeit -

Donnerstag, 20. November 2014

So treibt die Realität den Menschen die Tränen in die Augen

Über die erschreckende Ähnlichkeit von der Mauer um die DDR und die Mauer um die EU

Wie die Satiresendung "Die Anstalt" es sehr schön und mit sehr viel Witz veranschaulicht, liegen gar nicht so viele Unterschiede zwischen der Berliner Mauer und der Flüchtlingsmauer um der EU. Aber warum gehen dann nicht auch zigtausende Menschen auf die Straße und protestieren gegen das System welches Unschuldige im Meer ertrinken und an den Maschendrahtzäunen verrecken lässt? Warum ist es den Menschen egal, das mehr Menschen an den EU-Außengrenzen innerhalb der letzten zehn Jahre sterben als in 40 Jahren DDR?
Ist es uns zu teuer Menschenleben zu retten und diesen Menschen die Chance auf ein besseres Leben zu bieten? Steht unser Luxusleben dem Recht auf Leben dieser Menschen im Weg und warum entscheiden wir uns für dann für das Luxusleben? Sind uns Menschen so egal oder sind uns diese Menschen so egal?

Aus der Sendung:
"Wenn Bananen ertrinken schicken wir Kriegsschiffe und wenn Flüchtlinge ertrinken?"
"Dann schicken wir Blumen!" 


Mittwoch, 19. November 2014

Über den Markt und die Wirtschaft III

Die Frage der Verteilung in der Marktwirtschaft II

Nun sollte man also annehmen, dass kein Mensch Waren kaufen würde, die einen hohen Preis besitzen und ebenso würde kein Mensch Waren verkaufen, die einen niedrigen Preis besitzen. Wie kommt es also das Menschen Waren nun an Menschen verkaufen können die eigentlich keinen hohen Preis dafür haben wollen?

Meistens weil sie es müssen! Es ist dem Menschen in dem Moment egal wie teuer das Brot ist, wenn er hungert und es ist ihm egal wie teuer die Kleidung ist solange er friert. Der Mensch würde also bereit sein hohe Preise zu akzeptieren, wenn er dafür ein unbefriedigtes Bedürfnis befriedigen kann. Herrscht also nun in einer Region ein Mangel an einem bestimmten Gut, werden schnell Menschen dort hin gehen und dieses Gut zum Anfang hin zu hohen Preisen verkaufen. Nun wird nach einiger Zeit ein Unternehmer auf die Idee kommen, sein Gut im Preis zu senken um mehr Kunden und so im Endeffekt mehr Gewinn zu bekommen, was andere Unternehmer gerade zu zwingt ihre Preise ebenfalls zu senken um ihre Kunden nicht zu verlieren. Diese Selbststeuerung des Marktes wird auch als die Unsichtbare Hand des Marktes bezeichnet und ist die Grundlage für die Wirtschaftstheorie der Freien Marktwirtschaft. Der gegenseitige Wettkampf um ein Mehr an der Wirtschaftsmenge und das Wechselspiel zwischen Konsument und Unternehmer und Einnahmen und Ausgaben soll die verfügbaren Güter möglichst gleich und anhand der erbrachten Leistung verteilen.

Nun ergeben sich daraus aber gewisse Probleme, die wie folgt benannt werden können:

  1. Es wird nicht jeder Warenwert in den entsprechenden Tauschwert umgewandelt und nicht jeder erbrachte Leistung entsprechend entlohnt, dieser Effekt wird als Mehrwert der Arbeit bezeichnet. So kann ein Stahlarbeiter nicht dieselbe Menge an Stahl kaufen, wie er produziert hat, da der Unternehmer einen gewissen Betrag seines eigentlichen Solllohns als Gewinn abzieht und einen gewissen Teil der Kosten des Stahls als Gewinn einfährt. 
  2. Durch die Philosophie des minimalen Einsatzes und des maximalen Gewinns werden die Arbeiter und Angestellten in systematischer Weise in die Abhängigkeit der Unternehmer und durch das entfesselte Bankenwesen wird der zudem noch der Kleinunternehmer in die Abhängigkeit von Großindustrie und Banken getrieben. Der moderne Sozialstaat kann hier zwar die Symptome bekämpfen, indem er den in Abhängigkeit Arbeitenden ein lebenswertes Leben ermöglicht, doch kann er die Krankheit ansich nicht heilen.
  3. Durch diese Abhängigkeit ist das Machtverhältnis zwischen Konsument und Anbieter einseitig zu Gunsten der Anbieter verlagert worden. Die Anbieter nutzen nun ihre Machtposition aus um immer mehr Gewinn auf Kosten der Gesamtheit oder bestimmter Teile der Konsumenten, die durch ethnische, kulturelle, politische oder religiöse Verhältnisse den anderen Konsumenten gegenüber niedrig gestellt wurden, zu machen und so ihre eigene Gier zu befriedigen. 
  4. Mit wachsender wirtschaftlicher Macht haben die Unternehmen irgendwann auch die politische Macht sich gegenüber dem Staat oder dem Interesse der Allgemeinheit durch zu setzten, was sowohl ihre wirtschaftliche, als auch ihre politische Macht weiter festigen wird. Dies wird unweigerlich zum Zusammenbruch der Nationalstaaten führen, die ihren Bürgern eine soziale Grundsicherung zu gewährleisten gedenken, was spätestens hier zur Wiederherstellung der von Marx beschriebenen Gesellschaft führen wird, also eine besitzende Klasse (Bourgeois) und einer arbeitenden Klasse (Proletariat). 
Die Verteilungsfrage über den Markt und das Geld zu lösen ist also zusammenfassend möglich und kurzfristig für die Allgemeinheit wohltuend, doch wird hier eine einseitige Verteilung bevorzugt, was einen Lawineneffekt auslöst und zu großen Missständen führen wird. Diese Missstände sind oft sogar allgemein bekannt, so weis jeder wie die Soziale Frage in der Industriellen Revolution aussah oder unter welchen Bedingungen die Menschen in der Ländern der Dritten Welt leben. Es muss also noch einen anderen Weg geben, der die Frage der Verteilung besser regelt.

Wie ist das Vermögen im Moment verteilt?

Montag, 17. November 2014

Zitat der Woche

Was ist Arbeit? Arbeit bedeutet Kampf. An diesen Orten gibt es Schwierigkeiten und Probleme, zu deren Überwindung bzw. Lösung wie benötigt werden. Wir gehen dorthin zur Arbeit und zum Kampf, um die Schwierigkeiten zu überwinden. Nur der ist ein guter Genosse, den es mehr dorthin zieht, wo die Schwierigkeiten größer sind.
-Mao Tsetung; "Über die Verhandlungen in Tschungking";Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung-

Darum brauchen wir die Antifa!

Es gibt immer wieder Menschen die sich ziemlich kritisch gegenüber der Antifa oder ähnlichen Organisationen äußern. Oft wird hier "linke Gewalt" und "rechte Gewalt" gleichgesetzt und der Sinn der Antifa in unserer "funktionierenden" Demokratie hinterfragt. Aber ist nun die Gewalt gegen unschuldige Menschen mit Migrationshintergrund gleich zu setzten mit den zum teil gewalttätigen Aktionen der Antifa zur Verhinderung von Unrecht? Und sind brennende Autos nun wirklich mit brennenden Asylheimen zu vergleichen?
Wie würde denn das Bild Deutschlands aussehen, wenn wir keine aktiven Streiter gegen Faschismus und Nationalsozialismus haben? Wer würde all die hetzenden Aufkleber, Plakate und Wahlwerbung entfernen? Wer würde Gegendemos zu Naziaufmärschen organisieren?
Was die Antifa zum Teil schon geschafft hat, war das Stoppen der HoGeSa-Bewegung in Berlin, die dort versuchte Fuß zu fassen, dann aber von einer Übermacht an Gegendemonstranten der Antifa zurückgedrängt wurde.
Aber die Antifa hat mit vielerlei Problemen zu kämpfen: fehlender Nachwuchs, steigende Demonstrationsfaulheit und die schwindenden Geldmittel durch Gesetze wie die Extremismusklausel behindern die Antifaschisten in ihrem Kampf gegen rechten Straßenterror. Diese Probleme können nun aber schnell der Vergangenheit angehören, wenn die Antifa es schafft sich als Anti-HoGeSa-Bewegung zu etablieren und so ihre Kräfte neu entfacht.



Donnerstag, 13. November 2014

Das neue Zeitalter der Kolonisation?

Was bedeutet der Wettlauf um den Mars und welche politischen Konsequenzen müssen daraus gezogen werden?

Heute noch Science-Fiction doch bald Realität: Die Besiedlung und Erschließung von Mond und Mars in dieser Reihenfolge. In den USA sprießen zur Zeit dutzende Start-Up-Unternehmen empor die nur ein Ziel kennen, nämlich die Eroberung des Weltraums. Dabei geht es von günstigen orbitalen Personenflügen bis zu Errichtung ganzer Städte auf Mars oder Minenkomplexe auf den Mond. Das ist mitnicht abstruser Wahnsinn, sondern die Zukunft der Menschheit.

Immer wieder erlebt die Menschheit Phasen großartiger Expansion z.B. befinden wir uns gerade in einer Zeit in der der Mensch sich in einander ausdehnt. Supranationale Bündnisse und Staatensysteme wie die EU nehmen immer mehr an Bedeutung an, während unsere Wirtschaft und unsere Kulturen immer mehr zu einer homogenen Masse verschmelzen. Und bedingt durch dieses zusammenrücken der Völker haben wir auch einen Technologieschub bekommen, der sich dahingehend ausdrückt das wir nun nach einer neuen Möglichkeit suchen uns auszudehnen. Aber warum wollen wir denn Planeten eigentlich verlassen? Aus den gleichen Gründen warum Menschen schon zur Zeit der Antike aus ihren Ländern raus wollten. Unser Planet ist Überbevölkert, wirtschaftlich fast komplett ausgebeutet und sehr sehr krank. Mit anderen Worten: Die Erde liegt im Sterben und wir können sie nur retten wenn wir die Bevölkerung mindestens um 1/5 reduzieren und dann denn Bevölkerungszuwachs stagnieren lassen. Es bleibt uns fast keine andere Wahl als die Erde zu verlassen und uns neuen Lebensraum zu erschließen. Aber was bedeutet das nun politisch?

Es wird höchstwahrscheinlich ein Wettrennen um Land und Ressourcen ausbrechen, die Frage hierbei ist nur: Wer sind die Teilnehmer? Wir können die Situation um Mond und Mars ähnlich sehen wie bei der "Entdeckung" Nord- und Südamerikas durch Kolumbus. Und hier werden es entweder die Unternehmen sein die mit ihrer Technologie das Anrecht auf das von ihnen erschlossene Gebiet beanspruchen werden oder die Staaten in dennen sie beheimatet sind, ähnlich der Kolonisierung Afrikas. Und das erste was in diesen Kolonien dann passieren wird ist die systematische Ausschlachtung und Nutzbarmachung der einheimischen Ressourcen mit anschließenden Abtransport ins Mutterland. Und je mehr Abgebaut wird desto mehr Menschen werden kommen und hier liegt ein weiteres Problem: Wie werden diese Menschengemeinschaften organisiert? Im Falle Amerikas hat man entweder auf die Einheimischen zurückgegriffen oder die Staaten etablierten ihre Form dessen. Aber es gibt weder auf dem Mond noch dem Mars Einheimische und wenn es nun die Unternehmen sind die dort ihre Siedlungen errichten? Werden dort dann Konzernokratien erschaffen wie sie in Sci-Fi Büchern, Filmen und Spielen immer wieder auftauchen (siehe Der Wolkenatlas (Die Eintracht) oder EVE)? Und wie wird die Situation auf der Erde dann aussehen? Bricht dann die Zeit eines neuen Imperialismus aus und wie wird Kontrolle zu den Kolonien gehalten? Bzw. wollen die Kolonien überhaupt kontrolliert werden oder werden sie sich gegen ihre Herren auflehnen und ihre Unabhängigkeit fordern wie es alle Kolonien nach und nach getan haben? Und wie wird sich unser Umgang mit der Erde ändern?

Ich könnte hier noch tausende weitere Fragen stellen und für jede tausende Szenarien ausgestalten, aber das würden hier denn Rahmen sprengen. Wie stellst du dir die Zukunft dahingehen vor? Würdest du als Kolonist auf einem anderen Planeten leben wollen?

Hier ein sehr informatives Video zu den momentanen Möglichkeiten: