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Dienstag, 16. Dezember 2014

Zitat der Woche

"Günstigste Bedingung für die Lohnarbeit ist möglichst rasches Wachstum des produktiven Kapitals, heißt nur: Je rascher die Arbeiterklasse die ihr feindliche Macht, den fremden, über sie gebietenden Reichtum vermehrt und vergrößert, unter desto günstigeren Bedingungen wird ihr erlaubt, von neuem an der Vermehrung des bürgerlichen Reichtums, an der Vergrößerung der Macht des Kapitals zu arbeiten, zufrieden, sich selbst die goldenen Ketten zu schmieden, woran die Bourgeoisie sie hinter sich herschleift."
- Karl Marx; Das Kapital, Lohnarbeit und Kapital, Seite 27 bis 28 -

Donnerstag, 6. November 2014

Genossen auf in den Arbeitskampf!

Warum die GDL nicht aufhören darf zu streiken

Die in letzter Zeit durch die Medien gehende, ich formuliere es mal freundlich, Hetzjagd auf die GDL und ihren Vorsitzenden Weselsky als Person regt mich gelinde gesagt sehr auf. So nach dem Motto: "Theoretisch hat jede Gewerkschaft das Recht für bessere Arbeitsbedingungen zu Kämpfen." Da nun mal die gewährteste Methode der Streik ist, wird dieser auch sehr häufig angewandt. Und dann alle so: "Waaaaas? Die Schweine streiken? Gerade dann wenn ich mit der Bahn fahren will!? Sauerei!" Und plötzlich ist Streiken und insbesondere die GDL zum stigmatisierten Wort des Jahres geworden. An all ihr lieben Leute die sich über das Recht der Arbeiter ihr Recht einzufordern aufregen, würdet ihr es nicht auch so machen? Würdet ihr nicht auch streiken wollen, wenn ihr unter miserablen Bedingungen arbeiten müsst? Unglaublich viele Deutsche haben schon gestreikt, selbst ich und ich bin nur Schüler! Und das ein Streik weh tuen soll liegt nun mal in seiner Art. Je mehr ein Streik die Kunden nervt und den Betrieb lahmlegt, desto eher ist der Arbeitgeber bereit einzulenken. In Streiks kommt es immer eher darauf an wehr denn längeren Atem hat und im Moment hat ihn nun mal die GDL und deshalb sollte sie auch nicht einlenken oder von ihren Forderungen abweichen! Und statt die GDL zu beschimpfen und für all das verantwortlich zu machen, solltet ihr lieber die Leute beschimpfen, die dafür gesorgt haben das die GDL streiken muss und euch mit der GDL solidarisieren. Denn je mehr Arbeiter streiken und je länger ein Streik dauert desto besser ist die Machtposition des Arbeiters und im Moment stehen die Arbeiter ganz weit unten in der Nahrungskette.

Deshalb Genossen auf in den Arbeitskampf! Zeigt den verkalkten Kapitalisten ihre Grenzen! Fordert ein was euer ist!

Freitag, 31. Oktober 2014

Wie erreichen wir den utopisch-kommunistischen Staat?

Über die Notwendigkeit einer Revolution

Viele werden sich fragen: Ist eine Revolution wirklich notwendig? Ja, ist sie! Eine Revolution ist nämlich immer eine radikale Veränderung in der Gesellschaft und hat immer eine Neuordnung der Gesellschaftsordnung zur Folge. Das muss auch geschehen, denn egal wie friedlich der Übergang von einer kapitalistischen Ordnung zu einer kommunistischen Ordnung auch ist, es wird immer eine Revolution bleiben.
Innerhalb der verschiedenen kommunistischen Strömung gibt es spezielle Ansichten wie diese Revolution aussehen mag, von wem sie geführt werden muss und welche Mittel sie einsetzen darf. Es mag sogar Kommunisten geben, die sprechen sich gegen die Notwendigkeit einer Revolution aus und hoffen darauf, das durch Reformen und einer Umstellung des Wirtschaftssystems die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, dass ist aber falsch! Selbst wenn dies funktionieren sollte und das System sich reformwillig zeigt, wird damit nur eine Form des Sozialismus erreicht und nicht der gewünschte Kommunismus, denn die Klassen können nicht durch Reformen beseitigt werden und werden weiter bestehen.
Desweiteren werden die herrschenden Klassen, sowie die reaktionären Kräfte nicht plötzlich zu Verbündeten des Kommunismus und werden sich Reformen in den Weg stellen und diese mit aller Kraft zunichte machen. Es sind vor allen Dingen diese beiden Gruppierungen, die dem Kommunismus im Weg stehen und somit die Errichtung eines utopisch-kommunistischen Staates gefährden. Sie müssen auf friedlichem Wege, also über eine Kulturrevolution überzeugt bzw. von ihren Machtpositionen verdrängt werden oder durch eine Revolution von "Unten" mit Mitteln der Gewalt beseitigt werden. Gewalt heißt im diesem Kontext sowohl die körperliche, aggressive Gewalt, als auch die Gewalt der Massen, kann also in der zweiten Bedeutung auch friedlich verlaufen wie die friedliche Revolution 1989, die den Mauerfall und damit das Ende der DDR besiegelte.
Der Utopiekommunismus muss auf die Kulturrevolution setzen, denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Revolution nicht ihre eigenen Kinder frisst und ein Punkt der Stabilität kann so am schnellsten wieder Erreicht werden.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Wie erreichen wir den utopisch-kommunistischen Staat?

Die grundlegenden Erkenntnisse 

Da wir nun in etwa wissen wie wir den Staat im Utopiekommunismus gestalten wollen, müssen wir uns unweigerlich der Frage zuwenden: Wie soll dieser Staat erreicht werden?

Um diese Frage beantworten zu können müssen wir uns vor Augen halten, dass nach der marxistischen Geschichtstheorie die herrschende ausbeuterische Klasse durch eine revolutionäre Bewegung der ausgebeuteten Klassen gestürzt werden wird. Wir müssen also davon ausgehen dass sich der utopisch-kommunistische Staat nur durch zweierlei Arten etablieren lässt: 1. durch eine friedliche Revolution, die über die Parlamente und mit demokratischen Mitteln die Missstände und die herrschenden Klassen beseitigt, also als Kulturrevolution bezeichnet werden kann und 2. durch eine Erhebung des Volkes, die Mittel des Massenkampfes wie Streiks, Demonstrationen und Straßenschlachten nutzt und die Missstände und die herrschenden Klassen notfalls auch mit Gewalt beseitigt, wenn diese nicht freiwillig kapitulieren. Um sicher zu gehen, dass der Utopiekommunismus sich als ideologische Lösung für die Nachfolgegesellschaft herauskristallisiert, müssen wir uns auf beide beide Möglichkeiten vorbereiten, dabei aber die der Kulturrevolution bevorzugen, diese erkennen wenn erste Symptome einer revolutionären Stimmung in der Bevölkerung vorhanden sind und uns federführend an die Spitze dieser Bewegung setzen um ihre Kraft in die gewünschte Richtung zu lenken. Um dass zu gewährleisten müssen wir folgende Punkte beachten:

  1. es muss eine etablierte und starke utopisch-kommunistische Partei existieren bzw. eine etablierte Partei zeigt den nötigen nötigen Willen zu Reformen in diese Richtung
  2. die ausgebeuteten Klassen müssen ideologisch auf die Revolution vorbereitet werden
  3. utopisch-kommunistische Organisationen müssen alle nötigen Weichen für eine Kulturrevolution legen, indem sie die Intelligenz und die Akademiker im besonderen mit den Ideen des Utopiekommunismus vertraut machen und sie für diese Idee begeistern
  4. es muss mit anderen marxistischen und kommunistischen Strömungen im besonderem eine Einheitsfront gebildet werden um gemeinsam gegen die reaktionären und nationalistischen Elemente vor zu gehen
  5. utopische Kommunisten müssen die Revolution überall logistisch vorbereiten, indem sie das Wirtschaftssystem der Kapitalisten sabotieren, mit Streiks und Demonstrationen die reaktionären Kräfte weich klopfen und mit ständigem zivilen Ungehorsam aktiven Widerstand gegen den Nationalstaat leisten 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gedanken über die Art des Kommunismus

Wie ich schon in meinem allerersten Post gedroht habe, mache ich mir nun Gedanken über das "perfekte" (natürlich aus meiner Sicht) marxistische System. Nur stellt sich die Frage wie bezeichnet Mensch denn dieses System?

Wenn Mensch an Karl Marx bzw. den nach ihm benannten Marxismus denkt, dann kommst du schnell auf die Begriffe Kommunismus und Sozialismus. Das ist absolut korrekt, hat doch Marx diese Begriffe erst geprägt und im "Manifest der Kommunistischen Partei" festgelegt und in Unterströmungen aufgeteilt. Leider wird in diesem Sinne Kommunismus und Sozialismus gleichgesetzt und oftmals nur auf die Unterströmung des Kommunismus den Stalinismus Bezug genommen. Das ist ein grober Fehler! Sozialismus und Kommunismus sind streng voneinander zu trennen.
Wenn Mensch sich mit der marxistischen Gesellschaftstheorie beschäftigt weiß Mensch, dass der Sozialismus nur die Vorstufe zum Kommunismus ist. Der Sozialismus will durch eine Revolution das Proletariat, also die arbeitende Klasse, zur herrschenden Klasse und damit die Bourgeoisie, also die besitzende Klasse, ablösen. Der Sozialismus predigt also die Herrschaft der Arbeiterklasse im Sinne Lenins Diktatur des Proletariats und will damit die Ausbeutung der Bourgeoisie und soziale Gerechtigkeit herstellen. Der Kommunismus geht einen Schritt weiter und kann als weiterentwickelter Sozialismus gesehen werden. Im Kommunismus nämlich werden die Klassen aufgehoben, also Proletariat, Lumpenproletariat, Bürgertum, Bourgeoisie usw. und durch die daraus entstehende klassenlose Gesellschaft soll soziale Gerechtigkeit hergestellt werden. Soweit dazu, aber was ist nun Stalinismus?
Der Stalinismus ist eine Strömung des Kommunismus, basiert also auf kommunistischen Idealen, ist beantwortet aber Fragen des Herrschaftssystems die im Manifest nicht beantwortet werden. Als Joseph Stalin nach Lenins Tod die Macht in der Sowjetunion (oder noch Russland?) übernahm, etablierte er das für die meisten Menschen typisch kommunistische System des Zentralstaates und der Einparteiendiktatur, die sich zudem auf einen Personenkult rund um das amtierende Oberhaupt stützte. Systeme wie die UdSSR oder die Ostblockstaaten nutzten dieses System oder passten es auf ihr Land an (z.B. DDR mit ihrem real existierenden Sozialismus).
Diese Diktaturen sind absolut Menschen verachtend gewesen und im großen Maße antidemokratisch, weswegen sie wieder dem Marxismus gehandelt haben! Demokratie und Kommunismus sind untrennbar miteinander verbunden. Das kannst du dir vorstellen wie mit einem Käsebrötchen: der Käse gehört zum Brot wie das Brot zum Käse, fehlt eines ist es kein richtiges Käsebrötchen!
Wir halten also fest, das der Sozialismus als Vorstufe des Kommunismus ausscheidet und der Kommunismus demokratisch sein muss, womit alle Strömungen des Kommunismus wegfallen die sich auf den Stalinismus berufen, inklusive des Stalinismus (also der Maoismus, der real existierende Sozialismus, Titoismus usw.).
Wenn wir also ein marxistisches System haben wollen müssen wir uns eines mit diesen Kriterien raussuchen. Ich bei meinen Lesungen dann auf die vorm des kritisch-utopischen Kommunismus gestoßen. Marx kritisiert diese Bewegung zwar als eine reine Intellektuellenbewegung (Intellektuelle im Sinne von Akademikern), die höchstens wertvolle Aufklärungs- und Theoriearbeit für die kommunistische Bewegung vollzogen hat und sagt für sie einen ideologischen Niedergang durch Selbstzerfleischung und abkehr in den reaktionären oder den bourgeoisie Sozialismus vorraus. Doch dieses galt nur für die damaligen gesellschaftlichen  Verhältnisse in den Akademiker eher rar gesäht und zum Konservatismus geneigt waren. Das hat sich heute stark geändert: es sind vor allen die Studenten die die meisten linken und somit auch die meisten marxistischen Bewegungen am leben erhalten. In der heutigen Gesellschaft kommen die Forderungen nach marxistischen Idealen eher aus den Reihen des Bildungsbürgertums und der Akademikern als aus den Reihen der Arbeiter, die sich zunehmends dem Rechtspopulismus zuwenden.
Wir können also sagen, dass die Zeit für den utopischen Kommunismus nun vielleicht gekommen ist. Durch den humanen Nährboden in der Gesellschaft und den modernen Vorstellung des Staatssystems kann eine Neuauflage des Utopikommunismus durchaus zu einer Massenbewegung werden die den Klassenkampf ein für alle mal beendet und ein dauerhaftes kommunistisches System etabliert!

Was sind deine Gedanken dazu?

Mit freundlichen Grüßen,
dein Henning (der mal wider viel zu viel geschrieben hat! sorry dafür.)