Dienstag, 11. November 2014

Über den Markt und die Wirtschaft II

Die Frage der Verteilung in der Marktwirtschaft I

Wir sind also zu dem Schluss gekommen, dass wir wirtschaften um zu überleben und unsere unendlichen Bedürfnisse versuchen zu befriedigen. Dabei haben wir auch festgestellt, dass das Geld in den modernen Wirtschaftssystemen, die wir aufgrund ihrer Häufigkeit auf die Marktwirtschaft beschränken wollen, eine Funktion der Verteilung der begrenzten Güter übernimmt. Wie macht es das?

Wir müssen uns hierbei vor Augen halten, dass alle Güter zusammen eine wirtschaftliche Menge bilden. Es müssen also Teile dieser Menge auf die Menschen aufgeteilt werden nach unterschiedlichen Kriterien. Was ist nun aber alles Teil dieser Menge? Das wären alle Rohstoffe, Konsum- sowie Investitionsgüter, Dienstleistungen und alle Produktivkräfte bestehend aus denen der Menschen und denen der Maschinen. Daraus schlussfolgern wir also weiter, das nicht nur der Mensch Teile der Wirtschaftsmenge konsumiert, also gebraucht und verbraucht, sondern auch andere Produktionsprozesse und dass der Mensch selbst Teil der Wirtschaftsmenge als Produktions- und Angebotsfaktor. Das Verhältnis zwischen Mensch und der wirtschaftlichen Menge ist also zweiseitig d.h. beide fordern ihren Teil.
Jeder Mensch braucht nun also einen gewissen minimalen Teil dieser Wirtschaftsmenge, aber wie groß ist dieser Teil? Im Prinzip ist der minimalste Teil der wirtschaftlichen Menge der der benötigt wird um das Überleben des Menschen zu sichern. In diesen Teil fallen also die Grundbedürfnisse nach Nahrung und Trinkwasser und alle dafür notwendigen Güter und Produktivkräfte d.h. die minimale Wirtschaftsmenge für einen Menschen beträgt genügend Nahrung um zu überleben, genügend Wasser, dafür notwendige Werkzeuge und die Produktivkraft eines Menschen.
Nun will der Mensch aber nicht nur überleben, sondern auch ein menschenwürdiges Leben führen. Er hat also auch Bedürfnisse nach ausreichend Nahrung, sauberen Trinkwasser, eine grundlegende Bildung, einen sicheren Schlafplatz, einen genügend großen Wohnplatz, minimale soziale Kontakte (Familie), nutzbare sanitäre Anlagen, eine medizinische Infrastruktur und Arbeit. Wenn all diese Bedürfnisse befriedigt sind, dann führt der Mensch ein menschenwürdiges Leben. Nun aber Beträgt die benötigte Teilmenge der wirtschaftlichen Mengen plötzlich ein Vielfaches der minimalen, was wiederum vom Menschen verlangt die verfügbare Wirtschaftsmenge zu erweitern.
Alle Bedürfnisse nach Kultur, Unterhaltung, ausreichend sozialen Kontakten, eine weiterführende Bildung und Forschung entwickeln das Leben des Menschen weiter, wenn sie erfüllt werden, können die Wirtschaftsmenge vergrößern oder verkleinern und benötigen wiederum ein Vielfaches der Menge zum menschenwürdigen Leben. Alles was über diese weiterentwickelnde Menge hinausgeht kann als die Menge für ein luxuriöses Leben angesehen werden, die zum Teil astronomisch große Teilmengen benötigt.
 Im Idealfall soll nun über das monetäre System die Wirtschaftsmenge so auf die Menschen aufgeteilt werden das diese eine menschenwürdige Teilmenge oder eine weiterentwickelnde Teilmenge besitzen. Dabei ist die dreiseitige gegenseitige Abhängigkeit von Angebot, Nachfrage und Preis sehr wichtig (siehe Karl Marx, Das Kapital - Kritik der politischen Ökonomie, Lohnarbeit und Kapital, Seite 15, Zeile 16 ff.). So wird Weniges teuer und Vieles billig, also Seltenes wirtschaftlich unrentabel und Häufiges wirtschaftlich beliebt. So soll von luxuriösen Gütern abgebracht und hin zu notwendigen und allgemein vorhandenen Gütern hingebracht werden. Das Geld belegt also alles mit einen universell gültigen Wert eben auch die Arbeit.

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